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Lernvoraussetzungen:
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Lernziele der Kurseinheit:
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Rechnergestützte Terminologieverwaltung: Erfassung, Speicherung und Wiedergewinnung von Terminologien (Fachwortschätzen) mit den Mitteln der elektronischen Datenverarbeitung
Zu den traditionellen Medien zählen (Fach-)Wörterbücher, Glossare, Wortlisten und Karteikarten. Diese Methoden haben folgende Nachteile: eine geringe Aktualität (Wörterbücher), ein mühsames Erfassen (Kartei). Sie verfügen über nur ein einziges Ordnungskriterium und eine eingeschränkte Suchmöglichkeit. Vorteilhaft hingegen sind der Preis, die Datensicherheit und das problemlose Einfügen aller Schriftarten, Zeichensätze, Abbildungen, Fotos usw.
Die rechnergestützte Terminologieverwaltung ermöglicht den Ersatz des Wörterbuchs durch den Zugriff auf existierende Terminologiebestände und den Ersatz des Karteikastens durch die Werkzeuge zur Verwaltung einer eigenen Terminologie.
Es besteht der Zugriff auf existierende Terminologiebestände:
Medium:
Typus:
Es existieren z. B. folgende Terminologiedatenbanken:
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KontrollpunktNennen Sie die Vorteile, die eine rechnergestützte Terminologieverwaltung gegenüber einer traditionellen Terminologieverwaltung mit Wörterbuch und Karteikarten bietet. |
Hierzu zählen wir folgende Terminologieverwaltungssysteme (TVS):
Textverarbeitungssysteme dienen der Verwaltung der Terminologie als Text in eigenem Fenster und Zugang über „Suchen“, „Blättern“ und „Kopieren“ (z. B. MS-Word, WordPerfect, Excel); preiswert und flexibel, aber langsam. Es besteht keine Datenbankoperation.
Universelle Datenbanksysteme ermöglichen effiziente und konsistente Terminologieverwaltung mit einem schnellem Zugriff und vielfachen Strukturierungsmöglichkeiten (z. B. MS-Access, Informix, Oracle, dBase). Nachteilig sind eine feste Feld- und Satzlänge, komplexe Zugangsbefehle und schwierige Textsystemkommunikation.
Spezielle Terminologieverwaltungssoftware, die durch speicherresidente Architektur für die Nutzung durch den Übersetzer und für die Verwaltung sprachlicher Daten konzipiert wurde. Sie sind mit den meisten gängigen Textprogrammen zusammen benutzbar, verfügt jedoch über keine volle Datenbankleistung (z. B. MultiTerm, TermStar, CATS, Termbase, (Superlex, Profilex, Termex, TermPC, CAT)).
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KontrollpunktZeigen Sie die Vorteile einer speziellen Terminologieverwaltungssoftware gegenüber den anderen rechnergestützten TVS auf. Nennen Sie Beispiele aus der Praxis. |
Wir unterscheiden die folgenden Terminologieverwaltungssystemtypen (TVS):
TVS mit definierter („fester“) Eintragsstruktur (Eintragsstruktur nicht oder nur geringfügig veränderbar)
TVS mit strukturierbarer Eintragsstruktur (keine oder nur geringfügige Restriktionen bei der Festlegung der Eintragsstruktur)
Das Angebot an existierenden Terminologiebeständen wird wachsen. Moderne Speicher- und Kommunikationsmedien werden preiswerter und gängiger. Terminologiedatenbanken werden sich hin zu Wissensdatenbanken entwickeln und damit einem größeren Kreis von Nutzern und Nutzergruppen zur Verfügung stehen.
Für den Übersetzer sind sowohl der Zugang zu existierenden Terminologiebeständen als auch die Werkzeuge für die Verwaltung der eigenen Terminologie notwendig; beide Ansätze sind stärker als bisher zu kombinieren.
Der Austausch terminologischer Datenbestände wird sich verbreiten; hierzu sind technische und inhaltliche Standards zu entwickeln und durchzusetzen (MARTIF, TBX).
Mehr Informationen über den Terminologieaustausch finden sie in Terminologiearbeit und Terminologierecherche.
Die Erarbeitung und die Weitergabe von Terminologie wird (wie z. B. Desktop-Publishing) zum Leistungsangebot von Übersetzungsbüros und freiberuflichen Übersetzern hinzukommen.
Copyright © 2006 FH Köln (Prof. Dr. Klaus-Dirk Schmitz / Dipl.-Übers. (FH) Sonia Kaukonen)